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Paris im Jahr 1830: König Karl X. unterdrückt das Volk, das seinen Vetter Prinz Louis Philippe liebt und schätzt. Aber noch mehr lieben sie Debureau, einen Komödianten, der sich mit Spottversen gegen die Tyrannei auflehnt. Bald zeigt sich, dass sein Hass nicht nur politischer, sondern auch persönlich motiviert ist, denn er ist die dieselbe Frau verliebt wie der König.

Frei erfundene Geschichte aus dem Leben Jean Gaspard Debureaus, einem der berühmtesten Pantomime seiner Zeit. Die antibürgerliche Haltung des Films war auch den Nationalsozialisten eigen, andererseits kann der Musikfilm aber auch als ein letztes künstlerisches Aufbegehren vor dem Gleichschritt interpretiert werden. Für den normalerweise regimetreuen Regisseur Hans Steinhoff war dieser Film ein Herzensprojekt, mit dem er sich bereits seit 15 Jahren beschäftigt hatte.  Gustaf Gründgens war Steinhoffs Wunschbesetzung für die Rolle des Debureaus.
Heute gilt TANZ AUF DEM VULKAN aufgrund seines virtuosen Zusammenspiels aus Schauspiel, Ballett und Musik als eine der besten Inszenierungen ihrer Zeit. Vor allem die schauspielerische Leistung Gründgens’ und die Musik Theo Mackebens haben zum Erfolg dieses Films beigetragen. Aus Mackebens Feder stammt auch die Melodie des von Gründgens gesungenen Lieds „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“. Den Text schrieb Otto Ernst Hesse. Das Lied wurde zu einem Gassenhauer jener Jahre und ist bis heute bekannt und häufig neu interpretiert worden, so zum Beispiel von den Comedian Harmonists oder Udo Lindenberg.

Mi 10.1. 18.00
So 21.1. 13.30
65. Todestag Theo Mackeben
TANZ AUF DEM VULKAN
Regie: Hans Steinhoff, DE 1938, 86 min, DCP, FSK: ab 12, mit Gustaf Gründgens, Sybille Schmitz, Gisela Uhlen

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