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Film

Mit Liebe zum Detail und einer überbordenden Ausstattung schildert der Film das bewegte Leben und Werk Richard Wagners, dem großen Komponist von Opern wie „Tristan und Isolde“ oder „Der Ring des Nibelungen“.
Bereits mit 17 Jahren konnte Richard Wagner als Musikstudent seinem Professor bei so manchem musikalischen Problem helfen. Seine erste Stelle als Kapellmeister nimmt er aus Liebe zu einer schönen Schauspielerin an, die er 1936 heiratet. Doch Wagners verschwenderisches Wesen stürzt die beiden schon bald in tiefe Schulden. In Wagners Karriere geht es auf und ab, seine Stücke werden mal gefeiert, mal zerrissen. Er fällt beim König in Ungnade, lässt sich in Intrigen des Adels verwickeln und wird mit seiner Popularität von Politikern missbraucht.

Die wohl erste Filmbiografie im Langspielfilmformat entstand anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten und war Carl Froelichs Regie-Debüt, der bislang nur als Kameramann tätig gewesen war.
Interessanterweise wurden für die Filmmusik keine Werke von Richard Wagner verwendet, weil die Produzenten die damals noch gültigen, hohen Verlagsrechte nicht zahlen wollten. Giuseppe Becce, der aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Wagner als Schauspieler verpflichtet worden war, schlug vor, eine Musik zu komponieren, die eine eindeutige Verbindung zum Werk von Wagner herstellt, ohne dass juristische Konsequenzen zu befürchten seien. Dabei verarbeitete er Musik von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Gioacchino Rossini. Somit war RICHARD WAGNER sowohl der Auftakt zu Becces Schauspiel- als auch Komponistenkarriere. RICHARD WAGNER ist damit der erste Spielfilm, zu dem eine Filmmusik geschrieben wurde.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner im Jahr 2013 machte die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Zusammenarbeit mit ZDF/ARTE das 100 Jahre alte Filmwerk in einer rekonstruierten Fassung wieder zugänglich.

Wir zeigen diese digitale Fassung anlässlich des 135. Todestages von Richard Wagner im Februar bei uns im Kino!

Mi 28.2. 20.15
65. Todestag Carl Froelich
RICHARD WAGNER
Regie: Carl Froelich, William Wauer, DE 1913, 102 min, DCP mit Originalmusik von Giuseppe Becce eingespielt von dt. Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Frank Strobel (Bearbeitung und Instrumentierung: Bernd Schultheis), FSK: ab 0, mit Giuseppe Becce, Olga Engl, Manny Ziener

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