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Film

Gil Taylor, eigentlich Lyriker, versucht sich in New York als Zeitungsreporter am Schnellgericht. Als die aparte Anne dort wegen Vagabundierens belangt werden soll, gibt er sich aus Mitleid als ihr Bräutigam aus. Der Richter will die Angelegenheit vom Tisch haben und verheiratet die beiden kurzerhand. Doch Anne scheint von ihrem neuen Gemahl wenig begeistert. Vielleicht, weil sie die spurlos verschwundene Nichte des millionenschweren Ölkönigs Jackson ist?

Brian Marlowes US-Novelle „Lady Beware“ lieferte die Vorlage für das gewitzte Verwirrspiel. Für die im NS-Kino unüblich originellen und frechen Dialoge zeichnete Curt Goetz verantwortlich. Die Filmmusik von Peter Kreuder, vor allem sein Schlager „Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn“, entwickelte sich zu wahrhaften Gassenhauer.
Typisch für diese Zeit entstand parallel zur deutschen Originalversion eine französische Sprachfassung unter dem Titel LES GAIS LURONS. Neben Lilian Harvey, die wie üblich auch ihren französischsprachigen Part übernahm, spielte Henri Garat die Fritsch-Rolle. Gleichzeitig stellt dieser Film auch das Ende der zu Beginn des Tonfilmzeitalters 1930 begonnene Tradition dar, von deutschen Filmen fremdsprachige Fassungen herzustellen.
Wir präsentieren den Film in seiner im Jahr 2012 aufwändig restaurierten Fassung!

„Dank straffer Regie und schauspielerischer Präsenz, der schlagfertigen Dialoge von Curt Goetz und Peter Kreuders komisch jazziger Songs ein ungetrübtes Vergnügen.“ (Lexikon des internationalen Films)

„Ein Glückskind in der deutschen Komödiengeschichte.“ (cinema.de)

Mi 20.9. 18.00
100 Jahre Ufa
GLÜCKSKINDER
Regie: Paul Martin, DE 1936, 94 min, DCP, FSK: ab 12, mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Paul Kemp

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