Direkt zum Inhalt

Die Kurtisane Julia stürzt das sittenstrenge Florenz in einen Rausch der Leidenschaften: Cesare, der Herr der Stadt, verliebt sich in sie, aber sie zieht seinen Sohn Lorenzo vor. Cesare lässt Julia daraufhin foltern, und Lorenzo tötet den Vater. In Florenz herrscht inzwischen Zügellosigkeit und Wollust. Selbst die Kirche ist dem Sinnenrausch verfallen. Der Einsiedler Franziskus mahnt zur Einkehr und Buße, aber auch er verfällt der schönen Kurtisane.

DIE PEST IN FLORENZ hatte seine Premiere am 23. Oktober 1919 im Berliner Marmorhaus und besticht durch seine eindrucksvollen Montagesequenzen und Filmkulissen. Die sorgfältig komponierten tiefenräumlichen Tableaus erinnern an die Historienmalerei des 19. Jahrhunderts und zeigen, wie künstlerisch ambitioniert der Film in den 1910er Jahren bereits war.

Im Februar ist zum ersten Mal die durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung restaurierte sowie digitalisierte Fassung zu sehen.

Foto oben: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Mi 13.2. 20.15
Sa 16.2. 15.30
Weimarer Kino – neu aufgelegt
DIE PEST IN FLORENZ
Regie: Otto Rippert, DE 1919, 103 min, DCP mit eingespielter Musik von Uwe Dierksen, FSK: ungeprüft, mit Theodor Becker, Marga Kierska, Julietta Brandt

« Zurück