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Zum Bundesstart: Bettina Wegner wird oft auf ein einziges ihrer vielen Lieder „Kinder (Sind so kleine Hände)“ und ihre Zusammenarbeit mit Joan Baez reduziert. In Lutz Pehnerts Porträtfilm bekommt sie gebührenden Raum. Mit 21 stand sie vor Gericht, weil sie gegen das gewaltsame Ende des Prager Frühlings protestiert hatte. Sie wurde dann Teil einer regen Musik- und Literaturszene um Thomas Brasch und ihren Mann Klaus Schlesinger und blieb mit ihrer Kunst unbequem. Humorvoll und mit rauer Stimme erzählt sie von ihrer Zerrissenheit und von dem Bedürfnis, die Heimat in der DDR nicht aufzugeben, auch als man sie dort nicht mehr haben wollte. Ihr Lied „Über Gebote“ aus dem Jahr 1980 dient Pehnert für den Film als Leitfaden durch Wegners Leben. Er nutzt Archivmaterial aus Ost und West, Audiomitschnitte aus ihrem Prozess, Wegners eigene Worte und ihre Musik. Damit gibt die Dokumentation einem neuen Publikum die Chance, die Liedermacherin Bettina Wegner zu entdecken, die eigentlich immer nur Liebeslieder singen wollte.

Das Filmporträt über die Liedermacherin und Lyrikerin Bettina Wegner wurde im Februar 2022 im Rahmen der 72. Berlinale in der Sektion Panorama uraufgeführt.

Zur offiziellen Verleiherseite und zum Trailer geht’s hier.

In Kooperation mit Amnesty International Wiesbaden.

Bild © Werner Popp

Gesellschaftliche Entwicklungen
BETTINA
Regie: Lutz Pehnert, DE 2022, 107 min, DCP, DF, FSK: ab 0


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