Film

Negri & Lubitsch

Zum 125. Geburtstag von Ernst Lubitsch sowie dem 120. Geburtstag von Pola Negri präsentieren wir im Januar DIE BERGKATZE und MADAME DUBARRY in ihren Restaurierungen von 2000 bzw. 2001 als digitale Fassungen. Die Zusammenarbeit des Regisseurs Lubitschs mit der Schauspielerin Negri begann 1918 mit seinem ersten Filmdrama DIE AUGEN DER MUMIE MA und setzte sich in den folgenden Jahren erfolgreich fort.

Ernst Lubitschs (*29.1.1892 Berlin; †30.11.1947 Los Angeles, USA) Filmkarriere begann mit kleinen Rollen in Gesellschaftskomödien. Auch als Regisseur blieb er diesem Genre zunächst treu. Während der Kriegsjahre von 1915 bis 1917 drehte er um die 25 Filme, in denen er zumeist selbst die Hauptrolle spielte. Seine außergewöhnlich moderne Haltung gegenüber dem Film, der Komödie und dem Leben zeichnen bis heute seinen einzigartigen Filmstil aus. In den 1920er Jahren emigrierte er nach Hollywood und machte sich vor allem als Regisseur von kultivierten und eleganten Salonkomödien einen Namen – deren besonderen Charme Filmkritiker später als „The Lubitsch Touch“ beschrieben.

Bevor Pola Negri (*3.1.1897 Lipno, Polen; †31.7.1987 San Antonio, USA) zu einem der größten weiblichen Stummfilmstars wurde, lebte sie in Warschau in kleinbürgerlichen Verhältnissen. Sie begann ihre Ausbildung an der Warschauer Schauspielschule und debütierte 1913 als Theaterschauspielerin in einem Stück von Henrik Ibsen. Kurz nach ihrem Debüt erhielt sie ein Engagement am Polnischen Nationaltheater, dessen Star sie mit gerade einmal 17 Jahren wurde. Der internationale Durchbruch beim Film gelang der Schauspielerin dann als Carmen und Madame Dubarry unter der Regie von Ernst Lubitsch. In seinen Filmen verfällt die Männerwelt in Scharen Negris Figuren und es entbrennen mörderische Kämpfe um sie. In MADAME DUBARRY löst sie gar die Französische Revolution aus.

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