Direkt zum Inhalt
Film

In memoriam Gunnar Möller

Gunnar Thor Karl Möllers (*1.7.1928 in Berlin; †16.5.2017 ebenda) Schauspielkarriere begann im zarten Alter von 12 Jahren mit der Märchenverfilmung HÄNSEL UND GRETEL (1940). Danach stand er sein Leben lang vor der Kamera bzw. auf der Bühne. In den 1940er Jahren übernahm er weitere Nebenrollen, unter anderem in den NS-Propagandafilmen DIE DEGENHARDTS und JUNGE ADLER, aber auch in Familienmelodramen wie SEIN SOHN oder DIE BRÜDER NOLTENIUS.  

In Filmen der 1950er Jahre war Möller häufig in Rollen als netter junger Mann zu sehen. Seine bekannteste Rolle verkörperte er 1955 an der Seite von Liselotte Pulver als Student Andreas in ICH DENKE OFT AN PIROSCHKA nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Hartung.
Ab 1954 war er mit der Schauspielerin Brigitte Rau verheiratet, mit der er drei Kinder hat. Nach mehrfachen Umzügen ließ sich die Familie in London nieder, woraufhin Möller auch in englischen Produktionen mitarbeitete. 1979 wurde Möller in London wegen im Affekt verübten Totschlags an seiner Frau zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nach seiner vorzeitigen Entlassung im November 1981 kehrte er nach Deutschland zurück, spielte wieder Theater und trat auch im Fernsehen auf.
Vor seinem Tod sah man Möller zuletzt 2015 in dem Familiendrama DIE ABHANDENE WELT der Regisseurin Margarethe von Trotta. Er verstarb am 16. Mai diesen Jahres in seiner Heimatstadt Berlin.

Aus gegebenem Anlass zeigen wir Filme aus der Frühphase seines Schaffens. Weitere Spielfilme mit Gunnar Möller werden diesen Monat in der Caligari FilmBühne präsentiert.

« Zurück