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Film

goEast 2018

goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films vom 18.  bis 24. April 2018

goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films begibt sich in seiner 18. Ausgabe auf filmische Identitätssuche – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Während das goEast Symposium 100 Jahre Estland, Lettland, Litauen feiert, blickt das Spezialprogramm „Prag 1968“ 50 Jahre zurück auf die Ereignisse des Prager Frühlings. Das diesjährige goEast Porträt ist dem russischen Filmemacher Boris Khlebnikov gewidmet, der bereits 2009 in Wiesbaden zu Gast war.

goEast Symposium: Hybride Identitäten – das Kino der baltischen Länder
Obwohl die meisten Regisseur*innen im Baltikum noch an der Moskauer Filmhochschule ausgebildet wurden und ihre ersten Filme auf Russisch drehten,
entwickelten sich an den nationalen Filmstudios in Riga, Tallinn und Vilnius bereits in den 1960ern eigene Filmsprachen. Zum Beispiel im poetischen
Realismus der Rigaer Schule. Ganz für sich spricht der baltische Animationsfilm, der an Skurrilität wohl kaum zu übertreffen ist. Das goEast Symposium
besteht 2018 erneut aus Vorträgen von Filmwissenschaftler*innen und Filmschaffenden, Diskussionsrunden und einer Filmreihe mit Archivschätzen und
selten gezeigten Schmankerln aus dem Baltikum.

Prag 1968
Im Ostblock wehte 1968 ein frischer Wind – Alexander Dubček versprach in der Tschechoslowakischen SSR einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Insbesondere Künstler*innen profitierten von dieser neuen Politik. Doch im August 1968 rollten die Panzer des Warschauer Pakts durch die Tschechoslowakei und beendeten den Prager Frühling blutig. Im ganzen Ostblock folgte eine Welle der Repression.
Die thematische goEast-Sektion „Prag 1968” zeigt große Filmkunst und Propagandafilme von hinter dem Eisernen Vorhang, sowie Filmwerke, die den
Prager Frühling nach der Wende aufarbeiteten.

Porträt – Boris Khlebnikov
Wie kaum ein anderer zeitgenössischer russischer Regisseur repräsentiert Boris Khlebnikov das Kino der Putin-Ära. Meist sind seine Hauptfiguren emotional unreife, ja sogar kindische Männer, die versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen und keinen Halt finden. Fernab der Hauptstadtdekadenz präsentiert Khlebnikov das Leben in der Provinz mit leisem Humor. Khlebnikov bekam 2009 bei goEast den Preis für die Beste Regie für seinen Film Sumashedshaya Pomosh (Help Gone Mad, RU, 2009), der am 23. April im Murnau Filmtheater gezeigt wird.

Vom 19. bis 23. April 2018 ist das Murnau-Filmtheater wieder Spielstätte für das goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films. Der Kartenvorverkauf findet ausschließlich in der Tourist Information Wiesbaden (0611-172 97 80) statt.

Das vollständige Festivalprogramm finden Sie ab Anfang April unter www.filmfestival-goEast.de oder im goEast-Programmheft.

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