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Oskar Sima (*1896 in Hohenau, Niederösterreich; †1969 in Hohenau, Niederösterreich) war ein österreichischer Bühnen- und Filmschauspieler, der zwischen den 1920er und 60er-Jahren vor allem in komödiantischen und satirischen Rollen in deutschen Filmproduktionen zu sehen war.

Nach dem Abitur begann Sima eine Ausbildung an der Wiener Handelsakademie, die er jedoch zu Gunsten eines Studiums am Wiener Konservatorium für Schauspielkunst vorzeitig abbrach. Nach diversen Rollen am Deutschen Theater in Prag und Wien spielte er seine erste Filmrolle 1921 in DIE EHE DER HEDDA OLSEN ODER: DIE BRENNENDE AKROBATIN. Im Verlauf seiner Filmkarriere, die etwa 250 Rollen umfasste, zeichnete er sich schnell als Charakterkomiker aus und war hauptsächlich in komödiantischen Produktionen wie dem Historienfilm KÖNIGSWALZER, der Screwball-Komödie GLÜCKSKINDER sowie den Volksschwänken WEIBERREGIMENT und DER VERKAUFTE GROSSVATER zu sehen. Diese Spielfilme, die – neben vielen anderen seiner Werke wie etwa dem Krimi FÜNFTAUSEND MARK BELOHNUNG oder dem fantastischen Märchen LIEBE, TOD UND TEUFEL – in der NS-Zeit entstanden, waren oftmals keine direkten Propagandafilme, trugen aber dennoch Spuren der NS-Ideologie in sich. Sima erreichte während der Nazi-Herrschaft große Beliebtheit mit seinen Nebenrollen in diesen Unterhaltungsfilmen.

Sima blieb auch in der Nachkriegszeit als Schauspieler aktiv. Während er in den 1950er- und 60er-Jahren regelmäßig in Filmproduktionen auftrat, war der Schauspieler in den 1967 gezwungen, sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzuziehen. Am 24. Juni 1969, kurz nach der Auszeichnung mit dem „Filmband in Gold“ für sein langjähriges und hervorragendes Wirken im Deutschen Film, starb Oskar Sima in seinem Geburtsort Hohenau in der Nähe von Wien.

Foto oben: GLÜCKSKINDER - Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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