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Ludwig Berger (*1892 in Mainz, †1969 in Schlangenbad) war ein deutscher Regisseur, der als einer der Pioniere des Fernsehspiels gilt.

Der Bankierssohn erhielt schon früh in seinem Leben eine musikalische Ausbildung, entschloss sich letztendlich aber für den Beruf des Regisseurs. Nach seiner Entlassung aus dem Militär und einer kurzzeitigen Arbeit am Stadttheater Mainz hatte er mit DER RICHTER VON ZALAMENA sein Filmdebüt. Seine musikalische Ausbildung spiegelte sich in vielen seiner Werke wieder, wie etwa in den Musikfilmen ICH BEI TAG UND DU BEI NACHT und WALZERKRIEG. Letzterer dreht sich um die Konflikte und Zankereien eines profilierten Orchesters rund um Josef Lanner und Johann Strauß der Ältere. Gerade als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen, befand sich der jüdische Filmschaffende Berger auf dem Höhepunkt einer vielversprechenden Karriere. Im niederländischen Exil leitete er eine enorm erfolgreiche Verfilmung des Romans „Pygmalion“.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1947 erforschte Berger die neuen Möglichkeiten des Fernsehers und wurde dabei zu einem der Pioniere des neuen Mediums. Durch seine live produzierte Serie von sechs verschiedenen Shakespeare-Komödien erlangt er internationalen Ruhm. Nach diversen anderen erfolgreichen Projekten im Fernsehen und der Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz 1966 zog sich Berger zurück und starb am 18. Mai 1969 in der Nähe von Wiesbaden in Schlangenbad.

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