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Film

135. Geburtstag Georg Jacoby

Zum 135. Geburtstag des in Mainz geborenen Filmemachers Georg Jacoby (*21.07.1882; †21.02.1964 München) präsentieren wir drei Filme aus seinem Schaffen, welches über 200 Spielfilme umfasst.
Durch seinen Vater, ein Theaterdirektor und Lustspielautor, hatte Georg Jacoby schon früh Kontakt zur Bühne. Seine Laufbahn begann er als Schauspieler an den Stadttheatern von Bremen und Königsberg, beschloss aber dann, ins Regiefach zu wechseln und ging nach Berlin. Jacoby begann schon vor dem Ersten Weltkrieg mit der Regiearbeit und drehte während des Krieges Propagandafilme u.a. im Auftrag des Bild- und Filmamts (BUFA). Nach dem Kriegsende wechselte er zur Ufa, arbeitete verstärkt als Drehbuchautor und drehte Komödien, monumentale Werke, erotisch-exotische Stoffe und Justizdramen.
Mit dem Beginn des Tonfilms konzentriert er sich auf unverbindliche und seichte Unterhaltung. Bei den Dreharbeiten zu HEISSES BLUT lernte Jacoby seine spätere Ehefrau Marika Rökk kennen. Fortan spielte Rökk in Jacobys musikalischen Komödien häufig die Hauptrolle, so auch in TANZ MIT DEM KAISER oder DER BETTELSTUDENT, die erste Zusammenarbeit von Rökk und Johannes Heesters. Gemeinsam mit einem konstanten Team vom Produzenten bis zu Kameramann, Choreographen und Komponisten drehte Jacoby in den 1930er-Jahren eine Serie von typischen „Jacoby-Rökk-Filmen“. Aber auch andere Schauspielstars der Zeit wie Jenny Jugo, Willy Fritsch und Viktor Staal engagierte Jacoby für seine romantischen Komödien, so beispielsweise für DIE GATTIN, den wir im Juli mit einer Einführung von Dr. Manfred Kögel präsentieren.

Nach dem Ende des Nationalsozialismus wurde Jacoby wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft in Deutschland und Österreich bis 1947 mit einem Betätigungsverbot belegt. Erst 1950 setzte er seine Arbeiten im erprobten Stil fort, produzierte aber auch wieder Komödien und Kriminalfilme, bei denen er an seinem Stil der späten 1920er Jahre anknüpfte.

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