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Nachdem Wolfgang Zeller (*12.9.1893 in Biesenrode, Landkreis Mansfeld-Südharz; †11.1.1967 in Berlin) im Weimarer Kino für Größen wie Lotte Reiniger, Walter Ruttmann, Carl Theodor Dreyer und G.W. Pabst arbeitete, wurde er unter den Nationalsozialisten zu einem der vielbeschäftigsten Filmkomponisten. Er schrieb insgesamt über 300 Partituren. Zeller war Teil der Produktionsgruppe des Schauspielers Emil Jannings, der ihn für mehrere Filme engagierte. Auch für Veit Harlans antisemitischem Hetzfilm JUD SÜSS schrieb er die suggestive Filmmusik.
In den fünfziger Jahren schrieb er die Musik zu mehreren Dokumentarfilmen. Darunter auch der Kinder-Dokumentarfilm SERENGETI DARF NICHT STERBEN, der einen Oscar als bester Dokumentarfilm erhielt.

Im September zeigen wir vier Spielfilme, für die Zeller die Musik komponierte: Den Kolportagefilm DER GOUVERNEUR, die Familienkomödie DIE KELLNERIN ANNA sowie den NS-Tendenzfilm MENSCHEN IM STURM, der zum ersten Mal bei uns im Murnau-Filmtheater zu sehen sein wird.
Außerdem zeichnete Zeller für die Filmmusik des Agfacolor-Films IMMENSEE verantwortlich, den wir im September in unserer Reihe zur Ausstellung „Münchhausen. Lügen in Agfacolor“ präsentieren.

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