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Detlef Sierck (*26.4.1897 in Hamburg; †14.1.1987 in Lugano) arbeitete ab Anfang der 1920er Jahre als Theater- und ab Mitte der 1930er Jahre als Filmregisseur in Deutschland.
Nach 1933 durfte seine Frau, die jüdische Bühnenschauspielerin Hilde Jary, nicht weiterarbeiten. Detlef Sierck drehte noch einige Jahre mit einer Sondergenehmigung Filme. Im NS-Filmbetrieb machte er die schwedische Schauspielerin Zarah Leander 1937 mit den Melodramen ZU NEUEN UFERN und LA HABANERA zum Star.
Im gleichen Jahr emigrierte er zusammen mit Hilde Jary nach Frankreich. Unter dem Namen Douglas Sirk konnte er sich ab 1943 als erfolgreicher Filmemacher in den USA etablieren. Er ist insbesondere für seine stilbildenden Melodramen bekannt.

Anlässlich seines 125. Geburtstages zeigen wir im April das Familiendrama STÜTZEN DER GESELLSCHAFT (DE 1935) sowie im Mai die Melodramen DAS MÄDCHEN VOM MOORHOF (DE 1935) mit Hansi Knoteck und – mit Einführung von Dr. Manfred Kögel am 18. Mai – ZU NEUEN UFERN (DE 1937) mit Zarah Leander. Den Abschluss der Reihe bilden im Juni zwei frühe musikalische Ufa-Produktionen des Regisseurs: Das Melodram SCHLUSSAKKORD (DE 1936) mit Lil Dagover und Willy Birgel sowie das heitere Lustspiel DAS HOFKONERT (DE 1936) mit Johannes Heesters und Marta Eggerth.

Bild: Quelle DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.

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