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Otto Eduard „O. E.“ Hasse (*11.7.1903 in Obersitzko, Provinz Posen, heute Obrzycko, Polen,  †12.9.1978 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Im Frühjahr 1939 wurde er aufgrund seiner Homosexualität gemäß §175 zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, konnte aber danach mit einer sogenannten „Sondergenehmigung“ durch Joseph Goebbels weiter Filme drehen. Auch im prüden Nachkriegsdeutschland litt Hasse weiterhin unter Stigmatisierung und Ausgrenzung und war immer darauf bedacht, sein Privatleben von seinem Leben in der Öffentlichkeit zu trennen. Hasses Darstellungsstil wandelte sich von den 1920er bis zu den 1970er Jahre von einer für die Stummfilmzeit typischen expressiven zu einer konzentrierten, zurückgenommenen Spielweise.

Den Verwandlungskünstler Morrison spielte Hasse 1942 im Kriminalfilm DR. CRIPPEN AN BORD, ein Jahr später wirkte er in dem Familiendrama DER EWIGE KLANG mit und 1944 in dem Heimarfilm AUFRUHR DER HERZEN. Letzteren zeigen wir im Juli mit einer Einführung von Dr. Manfred Kögel. Zudem können Sie bei uns die Nachkriegsproduktion DER GLÄSERNE TURM von 1957 sehen.

Foto oben: Quelle Deutsches Filminstitut

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