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Film

115. Geburtstag Grethe Weiser

Mit 16 Jahren brach Grethe Weiser (*27.2.1903 in Hannover; †2.10.1970 in Untersteinbach bei Bad Tölz) aus dem wohlhabenden, aber strengen Elternhaus aus und zog mit ihrem Mann Mitte der 1920er Jahre nach Berlin. Ihr erster Ehemann pachtete am Berliner Kurfürstendamm ein Kabarett, indem Weiser als Diseuse, später auch bei anderen Revuen und Operetten als Soubrette und Komikerin, arbeitete.

Anfang der 1930er Jahre begann Weisers Filmkarriere, zunächst in kleineren Nebenrollen zum Beispiel als Zofe in KIND, ICH FREU‘ MICH AUF DEIN KOMMEN. Der endgültige Durchbruch gelang ihr 1937 mit Erich Waschnecks Film DIE GÖTTLICHE JETTE. Weiser brilliert darin als junge Sängerin, die mit frecher Berliner Schnauze zum gefeierten Star aufsteigt. Die Titelrolle mimte sie auch in MEINE FREUNDIN BARBARA – den wir zum ersten Mal im Murnau-Filmtheater zeigen. In Spielfilmen wie DIE GROSSE LIEBE (1942), EIN WALZER MIT DIR (1943) oder der Familienchronik FAMILIE BUCHHOLZ und NEIGUNGSEHE (1944) spielte sie Nebenrollen an der Seite von Zarah Leander, Lizzi Waldmüller oder Henny Porten.

In der Nachkriegszeit fand Weiser schnell wieder Anschluss und spielte als obsiegende Witwe, energische Tante oder gefürchtete Schwiegermutter in zahlreichen Unterhaltungsfilmen mit. Unter der Regie ihrer Freundin Ida Ehre war sie 1949 in Hamburg zum ersten Mal als Mary Miller in der Komödie „Das Kuckucksei“ von Irma und Walter Firner zu sehen, die zu ihrer Paraderolle wurde. Im Herbst 1970 starb Grethe Weiser an den Folgen eines Verkehrsunfalls, bei dem auch ihr Ehemann Hermann Schwerin, ein ehemaliger Ufa-Produktionschef, umkam.

Außerhalb der Jubiläumsreihe ist Grethe Weiser im Februar auch in DER MEISTERDETEKTIV in unserer Reihe Lachende Erben sowie in Carl Froelichs Familienchronik FAMILIE BUCHHOLZ und NEIGUNGSEHE zu sehen.

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