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Auguste „Gusti“ Huber (*27.7.1914  in Wien, Österreich; †12.7.1993 in New York, USA) war eine österreichische Schauspielerin mit einer kurzen, aber intensiven Karriere im Unterhaltungskino der NS-Zeit. Nach ihrer Ausbildung begann sie ab 1935 unmittelbar in Kinofilmen mitzuspielen, ihr Debüt am Theater hatte sie erst einige Jahre später.

Im Film übernahm sie häufig die weibliche Hauptrolle wie in dem Künstlermelodram GABRIELE DAMBRONE oder den Komödien DAS MÄDCHEN VON GESTERN NACHT, WIE KONNTEST DU, VERONIKA? und EINE FRAU FÜR DREI. Die letzte deutsche Produktion vor Ende des Zweiten Weltkrieges war der Kriminalfilm AM ABEND NACH DER OPER.

In der Nachkriegszeit trat Huber vor amerikanischen Besatzungssoldaten im Hotel Traunblick auf und sang im Austausch gegen Lebensmittel. Hier lernte sie den US-Offizier Joseph Besch kennen, den sie im Rathaus von Altmünster heiratete. Sie siedelte 1950 mit ihm in die USA über, wo sie noch Zwillinge zur Welt brachte. Dort übernahm sie sporadisch Aufgaben für das Fernsehen und wirkte in verschiedenen Serien mit. Ihren letzten Leinwandauftritt hatte Gusti Huber 1959 in der Oscar-gekrönten Verfilmung DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK (Originaltitel: THE DIARY OF ANNE FRANK). Mitte der 1960er Jahre zog sie sich endgültig vom Filmgeschäft zurück. Gusti Huber verstarb 1993 in New York und wurde nach Bitte in ihrem Testament von ihrem Witwer auf österreichischem Boden bestattet.

Ihre Tochter, Bibi Besch (1942–1996), war ebenfalls Schauspielerin und wurde u.a. durch ihre Rolle als Ex-Freundin von Captain Kirk in STAR TREK II: DER ZORN DES KHAN international bekannt.

Foto oben: GABRIELE DAMBRONE - Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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