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Genau vor 100 Jahren, am 27. April 1922, feierte der erste Teil von Fritz Langs Krimireihe um das Verbrechergenie Dr. Mabuse seine Premiere im Berliner Ufa-Palast am Zoo.

Als Adaption des damals populären Romans „Dr. Mabuse, der Spieler“ (1920) von Norbert Jacques schildert Lang in seiner Verfilmung unterschwellige Ängste und Konflikte einer aus den Fugen geratenen Gesellschaft nach dem Ersten Weltkrieg.
Mabuses Wandlungsfähigkeit macht ihn zum unfassbaren „Mann mit den 1.000 Gesichtern“. Der geniale und wandelbare Superverbrecher, der zunehmend dem Größenwahn verfällt, erinnert an spätere James-Bond-Schurken. Siegfried Kracauer sah in den sogenannten Tyrannenfiguren des Weimarer Kinos Vorbilder für die ein Jahrzehnt später beginnende nationalsozialistische Terrorherrschaft.
Filmästhetisch belegt Fritz Langs melodramatischer Kriminalfilm die Übergänge vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit. In den Hauptrollen sind die großen Stummfilmschauspieler Rudolf Klein-Rogge, Alfred Abel und Bernhard Goetzke zu sehen.
Die Filme zählen zum Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und wurden im Jahr 2000 aufwendig restauriert. Das digitale Remastering fand im Jahr 2012 statt. Die Digitalisierung wurde von der FFA – Filmförderungsanstalt gefördert. Durch die Arbeit der Stiftung erstrahlen Fritz Langs Stummfilmklassiker heute in neuem Glanz.

DR. MABUSE, DER SPIELER – ERSTER TEIL: DER GROSSE SPIELER. EIN BILD DER ZEIT. zeigen wir am 27. April mit einer Einführung von Filmwissenschaftlerin Marie Dudzik im Murnau-Filmtheater. DR. MABUSE, DER SPIELER – ZWEITER TEIL: INFERNO. EIN SPIEL VON MENSCHEN UNSERER ZEIT. folgt am 25. Mai.

Bild: Quelle Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

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