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Karin Himboldt (*8.2.1920 in München; †1.12.2015 in Basel, Schweiz) absolvierte eine Schauspielausbildung in Berlin und sammelte ihre ersten Bühnenerfahrungen in Kiel. Ihre erste Film-Rolle bekam sie 1940 in FALSCHMÜNZER von Hermann Pfeiffer. Als der damals schon berühmte Schauspieler Heinz Rühmann im selben Jahr einen Stapel Fotos auf der Suche nach einer Filmpartnerin für seinen nächsten Film QUAX, DER BRUCHPILOT durchsah, stach ihm die strohblonde 20-Jährige nach eigenem Bekunden gleich ins Auge. Direkt darauf folgte DER SENIORCHEF, dessen Vorlage und Drehbuch von Erich Kästner stammt. Ihre bekannteste Rolle war die Eva, Tochter des Schuldirektors, in DIE FEUERZANGENBOWLE. Auf der Premierenfeier des Films am 28. Januar 1944 soll sie, die als Ehefrau eines „Halbjuden“ ohnehin unter besonderer Beobachtung stand, den Hitlergruß verweigert haben. In der zur selben Zeit gedrehten Quax-Fortsetzung, dem 1943/44 gedrehten Film QUAX IN AFRIKA, der allerdings erst 1953 in die Kinos kam, musste sie dann für die Hauptrolle als Filmpartnerin von Rühmann dessen Frau Hertha Feiler den Vortritt lassen.

Insgesamt spielte sie von 1940 bis 1959 in 13 Spielfilmen mit. Nach dem Krieg konnte sie an ihre früheren Erfolge nicht mehr anknüpfen und spielte nur noch Nebenrollen. Himboldt heiratete Carl Adams (1908–1997), Direktor eines Basler Chemiekonzerns und zog sich vollständig aus dem Filmgeschäft und dem öffentlichen Leben zurück. Im Dezember 2005 starb sie mit 85 Jahren in einem Altersheim in Basel.

Foto oben: Quelle DFF-Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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