Film

Hans Albers


  • F.P.1 ANTWORTET NICHT
  • BOMBEN AUF MONTE CARLO
  • MÜNCHHAUSEN
  • GROSSE FREIHEIT NR. 7

Bürgerlicher Name Hans Philipp August Albers Lebensdaten 22. September 1891 (Hamburg) – 24. Juli 1960 (Kempfenhausen) Familie Lebensgefährtin Hansi Burg Filme im Bestand der Murnau-Stiftung

Nachdem Hans Albers die Realschule abgebrochen hatte, begann er zunächst eine kaufmännische Lehre. Ohne das Wissen seines Vaters nahm Albers nebenher Schauspielunterricht - seine Mutter finanzierte die Stunden. Seine Schauspielkarriere begann im Neuen Theater in Frankfurt am Main, 1912 debütierte er in Güstrow. Im ersten Weltkrieg wurde er eingezogen und schwer verwundet. Er überwand die Verletzung und erhielt erste Engagements in Bad Schandau, Frankfurt und Görlitz.

Zum Ende des Ersten Weltkrieges hin machte er sich in Berlin einen Namen. Er agierte als Schauspieler, Sänger, Komiker und Artist. Ab 1917 übernahm er in Filmen hauptsächlich Nebenrollen, die ihn als Liebhaber, Charmeur oder Gauner zeigten. Sein erster großer Erfolg war die Rolle des Kellners Gustav Tunichtgut in "Die Verbrecher" (1928) von Ferdinand Bruckner. 1929 spielte er in einem der ersten deutschen Tonfilme "Die Nacht gehört uns" und kurz darauf, neben Marlene Dietrich und Emil Jannings, in Der blaue Engel (1929/30). Nach diesem Engagement erhielt er die Hauptrolle in Filmen wie F.P. 1 antwortet nicht (1932), Münchhausen (1942/43) und Grosse Freiheit Nr. 7 (1943/44), die bekanntesten Filme Albers’. Er bewahrte die Distanz zum nationalsozialistischen Regime, auch weil seine Lebensgefährtin Hansi Burg Jüdin war. Es war Albers’ Popularität, die ihn unantastbar machte. Goebbels hielt ihn für aufmüpfig, schätzte ihn aber als Publikumsmagnet.

Nach Kriegsende war Albers noch in einigen namhaften Filmen zu sehen. Sein letzter Film "Kein Engel ist so rein" kam 1960 in die Kinos. Mit 68 Jahren brach Albers während einer Theateraufführung zusammen. Er hatte schwere innere Blutungen und starb drei Monate später in einem Sanatorium in Kempfenhausen am Starnberger See.

Text aus der Ausstellung "Superstars der Ufa"