Film

Emil Jannings


  • Frühes Porträt
  • mit Marlene Dietrich in DER BLAUE ENGEL
  • Als Pförter in F.W. Murnau DER LETZTE MANN
  • TARTÜFF
  • DER ZERBROCHENE KRUG

Bürgerlicher Name Theodor Friedrich Emil Janenz Lebensdaten 23. Juli 1884 (Rorschach, Schweiz) - 2. Januar 1950 (Strobl am Wolfgangsee, Österreich) Ehefrauen Gussy Holl, Hannah Ralph Filme im Bestand der Murnau-Stiftung

Emil Jannings Karriere begann in Berlin, wo er zunächst am Theater spielte. Im Sommer 1918 wechselte er ans Königliche Schauspielhaus. Dort übernahm er die Rolle des Dorfrichters Adam in Heinrich von Kleists populärem Lustspiel „Der zerbrochene Krug“, jedoch kehrte er bereits Ende 1918 ans Deutsche Theater zurück, dessen Ensemble er bis 1920 angehörte. Seine erste größere Filmrolle bekam er in dem Film "Im Schützengraben" (1914).

Den Wendepunkt seiner Karriere erfuhr Jannings mit dem Kostümfilm Madame Dubarry (1919), welcher ihn international berühmt machte. Durch Filme wie Der letzte Mann (1924) und Varieté (1925) bekam er die Chance auf einen Dreijahresvertrag beim Hollywoodstudio Paramount Pictures. Zudem wurde er zunehmend für an der Gesellschaft scheiternde und fatalistische Männerrollen eingesetzt und so verschafften ihm auch seine nächsten Rollen in The Way of All Flesh (Der Weg allen Fleisches, 1927) und The Last Command (Der letzte Befehl, 1928) die höchste Auszeichnung für einen Schauspieler – den Oscar. Jannings ging als erster Preisträger "Best Actor" in die Geschichtsbücher des Academy Awards ein.

Zurück in Berlin, spielte er die Hauptrolle in Der blaue Engel (1929/30). Doch im Anschluss daran fiel es ihm schwer, an seine früheren Kinoerfolge anzuknüpfen. Dies gelang ihm lediglich mit dem NS-Film "Der alte und der junge König" (1934/35). Sein letzter Film "Wo ist Herr Belling?" (1945) wurde aus Krankheitsgründen unterbrochen und nach der Befreiung Deutschlands erhielt er auf Grund seiner Nähe zum nationalsozialistischen Regime ein lebenslanges Berufsverbot. Jannings verbrachte seinen Lebensabend in Österreich.

Text aus der Ausstellung "Superstars der Ufa"