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Bild oben Mitte:
"Das Cabinet des Dr. Caligari" 1920
Bild unten links:
Der Andere“ 1930
Bild unten rechts:
F.P.1 antwortet nicht“ 1932

 

 
F.W. Murnau
 
 
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Was hat die Murnau-Stiftung mit dem bayerischen Luftkurort zu tun?
Wo kann man die Filme der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung beziehen?
Wer bezahlt die Arbeit der Murnau-Stiftung?
Warum sind nicht alle Filme der Murnau-Stiftung frei verfügbar?
Verdient die Murnau-Stiftung an sogenannten Vorbehaltsfilmen?
Kann man Film-Ausschnitte oder Fotos aus deutschen Filmklassikern erwerben?
 

 

 

Was hat die Murnau-Stiftung mit dem bayerischen Luftkurort zu tun?

Benannt wurde die Stiftung nach Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931), einem der bedeutendsten deutschen Stummfilmregisseure (NOSFERATU, FAUST, DER LETZTE MANN). Murnau, der aus Bielefeld stammte, begann seine Karriere zunächst als Schauspieler und nahm nach einem Besuch des gleichnamigen bayerischen Luftkurortes dessen Namen an, weil er ihn wahrscheinlich für klangvoller hielt als seinen Familiennamen Plumpe.
Selbstverständlich verwaltet und pflegt die Murnau-Stiftung auch Filme ihres Namensgebers, aber eben weit mehr als sie.

 

Wo kann man die Filme der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung beziehen?

Nicht bei der Stiftung. Die Murnau-Stiftung macht ihre Bestände zwar der Fachöffentlichkeit zugänglich und dirigiert den nichtkommerziellen Verleih ihrer Filme. Als gemeinnützige Stiftung ist sie aber nicht befugt, diese kommerziell zu vertreiben.
Im Handel erhältlich sind Filme der Murnau-Stiftung als Kaufvideos oder DVDs etwa in der Edition Deutsche Filmklassiker von BlackHill, oder bei BMG/Universum und vor allem auch in der Reihe Transit Classics von Transit-Film, dem Vertriebspartner der Murnau-Stiftung.

 

Wer bezahlt die Arbeit der Murnau-Stiftung?

Durch die (über die Transit-Film erbrachten) Vertriebserlöse ihrer Filme ist die Murnau-Stiftung in der Lage, ihre Arbeit selbst zu finanzieren. Dadurch ist die Stiftung weitgehend frei von Zuwendungen der öffentlichen Hand.
Vertriebserlöse entstehen durch Lizenzierungen deutscher Filmklassiker an in- und ausländische Fernsehsender, Video- und DVD-Firmen, aber auch durch den Verkauf von Filmausschnitten oder Fotos.

 

Warum sind nicht alle Filme der Murnau-Stiftung frei verfügbar?

Etwa 40 Titel aus dem Bestand der Murnau-Stiftung (das entspricht ca. 4% des Tonfilmbestandes der Stiftung) stehen unter sog. Vorbehalt. Es sind Filme aus der Zeit des Dritten Reiches, deren Inhalt kriegsverherrlichend, rassistisch oder volksverhetzend ist. Diesen Filmen wurde die Freigabe zur öffentlichen Vorführung durch die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) verweigert. Deshalb dürfen diese Filme nur in geschlossenen Veranstaltungen, etwa im Rahmen der politischen Bildungsarbeit, gezeigt werden.
Hier werden sie von kompetenten Referenten eingeführt und anschließend mit dem Publikum besprochen.
Auf diese Weise soll der Missbrauch mit diesem problematischen Teil des deutschen Filmerbes vermieden werden.
Veranstaltungen mit Vorbehaltsfilmen führt im Auftrag der Murnau-Stiftung das Kölner Institut für Kino und Filmkultur durch.

 

Verdient die Murnau-Stiftung an sogenannten Vorbehaltsfilmen?

Nein. Eventuelle Erlöse durch die Lizenzierung von einschlägigem Filmmaterial (etwa für zeitgeschichtliche TV-Dokumentationen) fließen an Organisationen, die sich beispielsweise mit Antisemitismusforschung befassen (Fritz-Bauer-Institut).
Im Bewusstsein ihrer historischen Verantwortung hat sich die Murnau-Stiftung außerdem der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft für die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern angeschlossen, die während des Dritten Reichs für die verstaatlichte deutsche Filmindustrie tätig waren.

 

Kann man Film-Ausschnitte oder Fotos aus deutschen Filmklassikern erwerben?

Ja, aber nicht für Privatpersonen. Für zeit- oder filmgeschichtliche Fernsehdokumentationen, Publikationen, aber auch für Werbezwecke werden häufig Filmausschnitte oder Fotos aus den Beständen der Murnau-Stiftung verlangt. Anfragen hierzu bearbeitet die Transit-Film GmbH in München (Tel. 089-599885-0, FAX: 089-599885-20, http://www.transit-film.de/).