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Was hat die Murnau-Stiftung mit dem bayerischen
Luftkurort zu tun? |
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Wo kann
man die Filme der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung beziehen? |
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Wer bezahlt
die Arbeit der Murnau-Stiftung? |
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Warum
sind nicht alle Filme der Murnau-Stiftung frei verfügbar? |
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Verdient
die Murnau-Stiftung an sogenannten Vorbehaltsfilmen? |
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Kann man
Film-Ausschnitte oder Fotos aus deutschen Filmklassikern erwerben? |
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Was hat die Murnau-Stiftung mit dem bayerischen Luftkurort
zu tun?
Benannt wurde die Stiftung nach Friedrich
Wilhelm Murnau (1888-1931), einem der bedeutendsten
deutschen Stummfilmregisseure ( NOSFERATU,
FAUST,
DER
LETZTE MANN). Murnau, der aus Bielefeld stammte, begann
seine Karriere zunächst als Schauspieler und nahm nach
einem Besuch des gleichnamigen bayerischen Luftkurortes
dessen Namen an, weil er ihn wahrscheinlich für klangvoller
hielt als seinen Familiennamen Plumpe.
Selbstverständlich verwaltet und pflegt die Murnau-Stiftung auch Filme ihres
Namensgebers, aber eben weit mehr als sie.
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Wo kann man die Filme
der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung beziehen?
Nicht bei der Stiftung. Die Murnau-Stiftung macht ihre Bestände
zwar der Fachöffentlichkeit zugänglich und dirigiert
den nichtkommerziellen Verleih ihrer Filme. Als gemeinnützige
Stiftung ist sie aber nicht befugt, diese kommerziell zu
vertreiben.
Im Handel erhältlich sind Filme der Murnau-Stiftung
als Kaufvideos oder DVDs etwa in der Edition Deutsche Filmklassiker
von BlackHill, oder bei BMG/Universum und vor allem auch
in der Reihe Transit Classics von Transit-Film, dem Vertriebspartner
der Murnau-Stiftung.
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Wer bezahlt die Arbeit der Murnau-Stiftung?
Durch die (über die Transit-Film
erbrachten) Vertriebserlöse ihrer Filme ist die Murnau-Stiftung
in der Lage, ihre Arbeit selbst zu finanzieren. Dadurch
ist die Stiftung weitgehend frei von Zuwendungen der öffentlichen
Hand.
Vertriebserlöse entstehen durch Lizenzierungen deutscher
Filmklassiker an in- und ausländische Fernsehsender,
Video- und DVD-Firmen, aber auch durch den Verkauf von Filmausschnitten
oder Fotos.
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Warum sind nicht alle Filme der Murnau-Stiftung frei
verfügbar?
Etwa 40 Titel aus dem Bestand der Murnau-Stiftung (das entspricht ca. 4% des
Tonfilmbestandes der Stiftung) stehen unter sog. Vorbehalt.
Es sind Filme aus der Zeit des Dritten Reiches, deren Inhalt
kriegsverherrlichend, rassistisch oder volksverhetzend ist.
Diesen Filmen wurde die Freigabe zur öffentlichen Vorführung
durch die Freiwillige
Selbstkontrolle (FSK) verweigert. Deshalb dürfen
diese Filme nur in geschlossenen Veranstaltungen, etwa im
Rahmen der politischen Bildungsarbeit, gezeigt werden.
Hier werden sie von kompetenten Referenten eingeführt
und anschließend mit dem Publikum besprochen.
Auf diese Weise soll der Missbrauch mit diesem problematischen
Teil des deutschen Filmerbes vermieden werden.
Veranstaltungen mit Vorbehaltsfilmen führt im Auftrag
der Murnau-Stiftung das Kölner
Institut für Kino und Filmkultur durch.
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Verdient die Murnau-Stiftung an sogenannten Vorbehaltsfilmen?
Nein. Eventuelle Erlöse durch die Lizenzierung von einschlägigem
Filmmaterial (etwa für zeitgeschichtliche TV-Dokumentationen)
fließen an Organisationen, die sich beispielsweise
mit Antisemitismusforschung befassen ( Fritz-Bauer-Institut).
Im Bewusstsein ihrer historischen Verantwortung hat sich
die Murnau-Stiftung außerdem der Stiftungsinitiative
der deutschen Wirtschaft für die Entschädigung
von NS-Zwangsarbeitern angeschlossen, die während des
Dritten Reichs für die verstaatlichte deutsche Filmindustrie
tätig waren.
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Kann man Film-Ausschnitte oder Fotos aus deutschen Filmklassikern
erwerben?
Ja, aber nicht für Privatpersonen. Für zeit- oder filmgeschichtliche
Fernsehdokumentationen, Publikationen, aber auch für Werbezwecke werden häufig
Filmausschnitte oder Fotos aus den Beständen der Murnau-Stiftung verlangt.
Anfragen hierzu bearbeitet die Transit-Film GmbH in München (Tel. 089-599885-0,
FAX: 089-599885-20, http://www.transit-film.de/).
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