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Bild oben Mitte:
"Das Cabinet des Dr. Caligari" 1920
Bild unten links:
Der Andere“ 1930
Bild unten rechts:
F.P.1 antwortet nicht“ 1932

 

 
F.W. Murnau
 
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Film ist eines der originärsten Medien des 20. Jahrhunderts und gleichermaßen Zeitdokument, Kunstform wie Wirtschaftsfaktor. Obwohl als Medium reproduzierbar, ist doch das Filmmaterial selbst von Zerfall bedroht. Ein großer Teil der filmischen Frühgeschichte ist aus diesem Grund für immer verloren.

Die Filmwissenschaft ist aber philologisch wie technisch auf verlässliche Quellen angewiesen. Kinos und Fernsehsender sind auf der Suche nach optimalen Kopien sowie begleitenden Materialien. Urheberrechte müssen geklärt und beachtet werden.
Denn der Handel mit Rechten audiovisueller Produkte, der zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden ist, wirft im digitalen Medienzeitalter ständig neue Fragen auf.

Filme zu sichern und zu erhalten, zu restaurieren und zu rekonstruieren, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, Recherchen zu ermöglichen sowie die Rechte an den Filmen wahrzunehmen und sie vor unbefugter Auswertung zu schützen, kommt deshalb immer mehr Bedeutung zu.
Eine der wichtigsten deutschen Einrichtungen, die diese Aufgaben erfüllen, ist die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden.

Ihren Namen erhielt die Stiftung in Erinnerung an den bedeutenden Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931), der mit Filmen wie NOSFERATU (1922), DER LETZTE MANN (1924), TARTÜFF (1925) oder FAUST (1926) dem deutschen Film in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu Weltgeltung verhalf. Murnaus in Deutschland entstandene Werke werden von der Stiftung ebenso verwaltet wie Tausende anderer, in den Jahren 1900-1960 entstandener Produktionen, die einen Großteil des deutschen Filmerbes ausmachen.

Zum Verfassungsauftrag der Murnau-Stiftung gehört ebenfalls die Förderung filmischer und politischer Bildungsarbeit. Das stiftungseigene Filmarchiv steht der Allgemeinheit zur Verfügung. Unterstützung finden Studenten, Doktoranden, Postdoktoranden und andere
Fachkräfte aus wissenschaftlichen und/oder kulturellen Bereichen, die den Zwecken der Stiftung entsprechen.